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"To many people, drama criticism must seem like trying to tattoo soap bubbles." Was der Theaterkritiker John Mason hier über die Schwierigkeit sagt, Theateraufführungen adäquat zu beschreiben, gilt erst recht für den Tanz. Sind doch die Seifenblasen gerade im zeitgenössischen Tanz noch viel schwieriger einzufangen und in einem anderen Medium, der Sprache, festzuhalten. Beschreibung, Interpretation und Bewertung sind dennoch die drei Aufgaben einer Kritik. Es gilt, Kriterien zu finden, mit denen das Gesehene - in Verbindung mit historischen und ästhetischen Kenntnissen - beschreibbar wird. In diesem Workshop sollen Aufführungen des Festivals auf die für die Inszenierung gewählten Zeichensysteme hin analysiert werden und im Hinblick auf ihre spezifische Bewegungs- und Bildqualität gemeinsam besprochen werden. Auch praktische Schreibversuche sind Teil der Workshop-Arbeit.
Gerald Siegmund ist Theaterwissenschaftler und Tanzkritiker. Seine Promotion (1994) befaßt sich mit dem Thema "Theater als Gedächtnis". Er schreibt für die FAZ sowie BallettTanz und Dance Europe und hat zahlreiche Essays und Aufsätze zum zeitgenössischen Tanz veröffentlicht, u.a. zu Meg Stuart, Jérôme Bel, John Jasperse, William Forsythe und VA Wölfl. Seit 1998 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.
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