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Im Fitness Center untersuchen die Tänzerinnen und Tänzer, was für lustige Wesen wir Menschen sind. Das Fitness-Center: Proletarischer Schauplatz gepressten Stöhnens und perlender Schweißtropfen? Bedauernswertes Fehlen sublimer kultureller Betätigung? Oder ein Phänomen der Postmoderne, in dem der Mensch seine ganze Gestaltungsenergie einzig auf den eigenen Körper lenkt? Ort der individuellen Grenzüberschreitung? Wiederkehr eines Körperbewusstseins, das »die Massen ergreift«? Oder nur notdürftiger Ersatz für einen Waldspaziergang?
»Ein Mann, der es sich wünscht, als ganz gewöhnlicher Mensch angesehen zu werden, meint, die Materialität unserer eigenen Körper sei das Fundament menschlicher Existenz. Ihn treiben die Gedanken über das Selbst mitsamt den Gedanken über den Körper um in Bezug auf eine Frage: "Was bin ich?", und diese Frage führt ihn zu einer anderen: "Was sind wir?" Er überlegt, dass das Bewusstsein und Verständnis dessen, was wir sind (wenn das überhaupt zu verstehen sei), der Schlüssel zu radikalen Änderungen in unserer Wahrnehmung der Menschheit wäre, und er glaubt, dass das uns und anderen Arten zugute kommen wird.« (Takashi Iwaoka)
Die euro-scene hat den japanischen Tänzer und Choreografen Takashi Iwaoka eingeladen, mit Leipziger Tänzern eine Tanzperformance zum Thema Fitness-Center zu kreieren. Iwaoka dürfte dem Publikum kein Unbekannter sein: 1999 war er mit seinem Solo »Körper im späten 20.« beim Leipziger Tanzsolo-Wettbewerb präsent, im Frühjahr 2000 zeigten er und Simone Kenyon »exdistence« im LOFFT.
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