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Meine Arbeit und somit Faszination und mein Interesse gelten dem Körper in Raum und Zeit. Es ist immer ein Körper, der abseits vom zivilisierten und alltäglichen Körper lebt. Es ist ein Körper, der Körperformen sucht und sich als eigenes Subjekt-Objekt untersucht. Dieser Körper performt eine Suche im Jetzt des Theaterraums. Die Entscheidungen der Tänzerinnen und Tänzer, Gefundenes zu behalten oder wegzuwerfen, kreieren das Stück. Philipp Gehmacher

Philipp Gehmacher beschäftigt sich mit dem Körper als Teil von uns, als 'Hardware', die wir nie verlassen können - er ist gleichzeitig Form und Inhalt seiner Arbeiten. Gehmacher entlockt ihm essentielles und ehrliches Verhalten, ohne auf ein bestehendes Bewegungsvokabular zurückzugreifen. In Gehmachers Arbeiten ist der Zuschauer kein passiver "Leser" der Körper und des Bühnengeschehens, sondern Teil der Performance. Das Publikum "erlebt" die performenden Körper, öffnet sich dem, was sie entstehen lassen und kreiert Bedeutung aus dem Erlebten.

In dem Trio "Holes and Bodies" beschäftigt Gehmacher die Beziehung zwischen Zeit und Körper: Langsamkeit und Schnelligkeit, Erinnern und Vergessen. Er läßt die Bewegungen auf der Bühne entstehen, manipuliert und verarbeitet sie und läßt sie wieder neu entstehen.
"good enough”, ein Duett für zwei Männer, besticht durch Klarheit und Präzision, ist intim und verwirrend zugleich. In dieser Performance-Installation entspinnt sich auf die Frage "Wie kann eine Beziehung auf der Bühne wiedergegeben werden?" eine Geschichte, die den Zuschauer zum Komplizen macht.
25./26./27.4. 20h
Philipp Gehmacher
good enough
Holes and Bodies
(Deutschlandpremiere)

good enough
Konzept: Philipp Gehmacher, Choreographie/Performance: Rainer Knupp, Philipp Gehmacher, Musik: Pedro Gomez-Egana, Licht: Simon MacColl, Philipp Gehmacher

Eine Koproduktion von Tanzquartier Wien, unterstützt durch London Arts, Österreichisches Bundeskanzleramt/Kunst, Dans in Kortrijk und Laban Centre London

Holes and Bodies
Choreographie: Philipp Gehmacher, Tanz: Rainer Knupp, Philipp Gehmacher, Sioned Huws, Musik: Pedro Gomez-Egana, Licht: Philipp Gehmacher

Unterstützt durch London Arts, Moving East, The Place, The Jerwood Space und Bonnie Bird Choreography Fund 2000

Das Gastspiel von Philipp Gehmacher wird im Rahmen des APAP - Advancing Performing Arts Project II unterstützt, das durch das Culture 2000 Framework Programme der europäischen Kommission gefördert wird. Weitere Unterstützung durch dietheater Wien, Jacksons Lane Zone 3, Jerwood Foundation, London Arts und Wien Kultur.






Der österreichische Choreograph und Performer Philipp Gehmacher wurde an der London Contemporary Dance School und am Laban Centre London ausgebildet. Nach seinem Diplom arbeitete und unterrichtete er längere Zeit am Laban Centre. Für seine erste Soloarbeit "the mumbling fish" erhielt er 1997 den begehrten New Choreographers Award (London Arts). "in the absence", das europaweit aufgeführt wurde, tourt in diesem Jahr mit "Dance Roads 2002". "Holes and Bodies" (2001) und "good enough" (2001) kamen bereits in Wien, London, Madrid, Kortijk und Salzburg zur Aufführung. Philipp Gehmacher ist Preisträger des Bonnie Bird New Choreography Award 2000 und Jerwood Choreography Award 2001. Er lebt und arbeitet in London und Wien.

Das Solo "in the absence" kann im Rahmen von "Dance Roads 2002" am 28.2. + 2.3. 2002 in den sophiensælen in Berlin gesehen werden.

Fotos: oficinahumana 2001 (manuel Vason / Lisa Cazzato)

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