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Mich interessiert es, ein Menschenbild zu zeigen, in dem die Personen sehr wohl kraft ihres Verstandes und Charakters die Entscheidung treffen können, in die Möglichkeiten der von ihnen vorgegebenen Dimensionen einzusteigen, sich in ihnen zu bewegen, sich mit ihnen zu verändern, ohne auf ihr Menschsein verzichten zu müssen. Thomas Lehmen

In "distanzlos" trägt Thomas Lehmen aus alten Notizbüchern Ideen und Konzepte vor, die er nicht verwirklichen konnte. Er erzählt Geschichten, demonstriert, welche Ideen er einmal wie umsetzen wollte, robbt mit einem Mikrophon über die Bühne und läßt die Zuschauer an seinen Träumen teilhaben. "distanzlos" handelt von den Gründen, warum die Kunst nicht wie das Leben funktioniert, und wie die Wirklichkeit in dem künstlichen Kontext der Bühne an Wirklichkeit zu verlieren scheint. Die Solo-Performance zog auf der deutschen Tanzplattform 2000 große Aufmerksamkeit auf sich; die Arbeit gehört seither zu den international erfolgreichsten Stücken der freien deutschen Szene.

The performance that never was and that we nonetheless watch, is entirely engaging because of Lehmen’s commitment and unruly energy. Gerald Siegmund, Dance Europe, March 2000
4./5.4. 20h
Thomas Lehmen
distanzlos

Text/ Choreographie/ Konzept: Thomas Lehmen, Technik: Götz Dihlmann

Produktion: Thomas Lehmen, Petra Roggel, Koproduktion: Bergen Internasjonale Teater, gefördert durch den Fonds Darstellende Künste Essen e.V. aus den Mitteln des Bundes, unterstützt von TanzWerkstatt Berlin, Theater am Halleschen Ufer und Podewil

www.thomaslehmen.de
Biographisches
Thomas Lehmen, geboren 1963 in Oberhausen, besuchte von 1986–1990 die School for New Dance Development in Amsterdam und beschäftigte sich neben dem Tanz mit Musik und Kung Fu. Schon während seiner Ausbildungszeit entstanden erste Solo-, Duett- und Gruppenarbeiten, bei denen er sowohl für das Konzept und die Choreographie als auch für die Musikkompositionen verantwortlich war. Seit 1990 lebt er in Berlin und arbeitet als Tänzer, Choreograph, Theater- und Filmdarsteller, Lichtdesigner, Lehrer und Handwerker. Im Oktober 1999 hatte seine erfolgreiche Produktion "distanzlos" Premiere. Sein Gruppenstück "mono subjects", wurde während seiner Residenz 2001 im Podewil im Rahmen des Festivals "Körperstimmen N°6" gezeigt und ging anschließend u.a. in Kanada auf Tournee.

Eigene Projekte (Auswahl):
1990/91 "Core Cracker" (Musikstück) 1992 "Zanx" 1993 "Brainsand" (Duett) 1995 "Moleskine" (Duett), Internationales Tanzfestival Montpellier Danse 1997 "EXTENDED VERSION" THU Berlin 1998 "friendly fire" u. "No Fear" THU Berlin 1999 "Baustelle. Einfahrt freihalten" Auftragsarbeit des Goethe-Instituts Tallinn in Zusammenarbeit mit der Estonian Summer Dance Company und Von Krahl Theatre; "distanzlos" Premiere in Berlin, Tour in Europa, Brasilien und Hong Kong 2000 "One table, two chairs" mit Makoto Matsushima in Zusammenarbeit mit HdKW Berlin und dem Hong Kong Arts Festival 2001 Premiere des neuen Stückes im Podewil und Auftragsarbeit in Lancaster (England)
Fotos: Thomas Aurin
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