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Wie schon in seiner Soloarbeit "distanzlos" bricht Thomas Lehmen in "mono subjects" mit Konzepten der Bühne, der Performance und des Publikums. Unter diesen Voraussetzungen wirft er Fragen auf, beantwortet sie, diskutiert und kommentiert. Das Publikum sieht drei Performer, Tänzer und Musiker, die nichts anderes zu sein vorgeben, als sie selbst. Lehmen durchleuchtet die Bewegung, spürt den Unterschied zwischen "konkreter" und "abstrakter" Bewegung auf - den Unterschied zwischen Sich-Kratzen und dem, was gemeinhin "Tanz" ausmacht.

"mono subjects" wurde während KÖRPERSTIMMEN N°6 mit großem Erfolg aufgeführt. Daß die Auseinandersetzung mit Bühnen- und Performancekonzepten durchaus humorvoll sein darf, daß bei harter Kost auch gelacht werden darf, hat Thomas Lehmen bewiesen.
6./7.4. 20h
Thomas Lehmen
mono subjects

Konzept/Choreographie: Thomas Lehmen, Choreographie/ Musik/ Performance: Maria Clara Villa-Lobos, Gaëtan Bulourde, Thomas Lehmen, Assistenz: Melanie Mohren, Visuelles Design: Katrin Schoof, Technische Leitung: Götz Dihlmann, Künstlerische Beratung/ Produktion: Petra Roggel

Produktion: Thomas Lehmen, Petra Roggel, Koproduktion: FAR festival des arts vivants Nyon, Kampnagel Hamburg, Mousonturm Frankfurt, Springdance Festival Utrecht, TanzWerkstatt Berlin, Podewil, mit Unterstützung des Haupstadtkulturfonds Berlin und des Fonds Darstellende Künste Essen e.V. aus Mitteln des Bundes

www.thomaslehmen.de
Ein Tänzer, der denkt, der, wie er es selbst ausdrückt, "hinter die Bewegung zu blicken versucht" und dabei seinem Publikum sagen will: "Das ist es, was ihr seht, nichts weiter." Irmela Kästner, taz (Hamburg), 17.05.01

Pimentée d’une bonne dose d’humour et d’autodérision, cette dissection des règles du spectacle est loin de se transformer en une démonstration de principe fastidieuse. En effet, la soirée se déroule sur un ton ludique et sans prétention. Lehmen et ses complices y ont inséré assez de surprises et de douce subversion pour dérider rapidement les sceptiques. Stéphane Brody, La Presse/Montréal, 29.09.01
Fotos: Katrin Schoof
Biographisches
Thomas Lehmen, geboren 1963 in Oberhausen, besuchte von 1986–1990 die School for New Dance Development in Amsterdam und beschäftigte sich neben dem Tanz mit Musik und Kung Fu. Schon während seiner Ausbildungszeit entstanden erste Solo-, Duett- und Gruppenarbeiten, bei denen er sowohl für das Konzept und die Choreographie als auch für die Musikkompositionen verantwortlich war. Seit 1990 lebt er in Berlin und arbeitet als Tänzer, Choreograph, Theater- und Filmdarsteller, Lichtdesigner, Lehrer und Handwerker. Im Oktober 1999 hatte seine erfolgreiche Produktion "distanzlos" Premiere. Sein Gruppenstück "mono subjects", wurde während seiner Residenz 2001 im Podewil im Rahmen des Festivals "Körperstimmen N°6" gezeigt und ging anschließend u.a. in Kanada auf Tournee.

Eigene Projekte (Auswahl):
1990/91 "Core Cracker" (Musikstück) 1992 "Zanx" 1993 "Brainsand" (Duett) 1995 "Moleskine" (Duett), Internationales Tanzfestival Montpellier Danse 1997 "EXTENDED VERSION" THU Berlin 1998 "friendly fire" u. "No Fear" THU Berlin 1999 "Baustelle. Einfahrt freihalten" Auftragsarbeit des Goethe-Instituts Tallinn in Zusammenarbeit mit der Estonian Summer Dance Company und Von Krahl Theatre; "distanzlos" Premiere in Berlin, Tour in Europa, Brasilien und Hong Kong 2000 "One table, two chairs" mit Makoto Matsushima in Zusammenarbeit mit HdKW Berlin und dem Hong Kong Arts Festival 2001 Premiere des neuen Stückes im Podewil und Auftragsarbeit in Lancaster (England)
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