I encountered no one who saw Meg Stuarts Disfigure Study and who wasnt knocked sideways by it. Mary Brennan, Dance Theatre Journal, summer 1992
Mit ihren radikalen Arbeiten und konsequenten Körperexperimenten hat Meg Stuart international Aufsehen erregt. Ihr erstes abendfüllendes Stück "Disfigure Study" präsentierte sie vor etwas mehr als zehn Jahren beim Klapstuk Festival Leuven (Belgien). In dieser Produktion reflektiert sie die zeitgenössische Gesellschaft, mit der sie zu jener Zeit in New York konfrontiert war. Ihre Basis war das Alltägliche: Stehen, Sitzen, Gehen, Liegen, Zuhören, Denken. Durch "Einfrieren" von Bewegungen, Isolieren von einzelnen Elementen und Wiederholungen entdeckt Meg Stuart die eigentliche Essenz und Bedeutung von Bewegung. Sie "zersetzt" den menschlichen Körper durch körperliches Aufeinanderprallen: Körperteil auf Körperteil, Tänzer auf Tänzer. Was zuweilen grob skizziert oder gar roh erscheint, schafft eine Atmosphäre von großer Intensität, von Sehnsucht nach Berührung und Erotik. Die Entstellung des Alltäglichen, die Annäherung an Tabus, Grenzlinien und Verbote schaffen ein völlig neues Körperbild, das in Zeiten der Virtualisierung seinen Platz fordert und findet.
"Disfigure Study" wurde im Oktober 1991 mit den Performern Meg Stuart, Francisco Camacho und Carlota Lagido uraufgeführt. Die Produktion eröffnete 1992 während "Tanz im August" den Theatersaal des Podewil. Bis 1993 wurde die Arbeit 42 Mal in insgesamt 17 Städten aufgeführt (u.a. Berlin, Paris, London, Madrid, Lissabon, New York). 1996 wurde "Disfigure Study" wiederaufgenommen und tourte europaweit mit erneutem Erfolg. 2002 kehrt die Produktion mit einer neuen Besetzung und Live-Musikbegleitung auf die Bühne zurück und gastiert während KÖRPERSTIMMEN N°7 exklusiv im Podewil. |
29./30./31.3. 20h
Meg Stuart/
Damaged Goods
Disfigure Study
(Deutschlandpremiere der Neufassung)
Choreographie: Meg Stuart, Performer: Simone Aughterlony, Joséphine Evrard, Michael Rüegg, Live-Musik: Hahn Rowe, Lichtkonzept: Randy Warshaw, Kostümbild: Eva Goodman, Kostüme: Nathalie Douxfils, Technische Leitung: Marc Dewit
Produktion: Damaged Goods (Brüssel), Koproduktion: STUK/Klapstuk (Leuven)
Meg Stuart/Damaged Goods sind artists-in-residence im Schauspielhaus Zürich (Schweiz) und werden von der Regierung von Flandern unterstützt.
www.damagedgoods.be
 |