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Die Japanerin Sachiyo Takahashi ist nach eigenen Worten ein SAC, ein "Sound & Action Creator". Die an der Universität Tokio im traditionellen Nô- und Bunraku-Theater ausgebildete Performerin beschäftigt sich seit langem mit Körper und Stimme in traditioneller japanischer Kunst und zeitgenössischer Performance. Dank eines Stipendiums reiste sie nach Belgien und wurde Mitglied des Ensembles von Jan Fabre. Sie tanzte in mehreren seiner Produktionen, u.a. in "Glowing Icons". In Belgien studierte Takahashi zudem elektroakustische Komposition. Kleinere Performances und ihre erste eigene große Arbeit "Aviation/Abbreviation" fallen in diese Zeit. Sie ist Mitglied der UFAC (Unidentified Flying Art Company) - einem Zusammenschluß interdisziplinär arbeitender Künstler. "Orpheus in the Dark" ist die erste Bühnenarbeit von UFAC.
"Orpheus in the Dark" interpretiert den griechischen Mythos von Orpheus und Eurydike aus einem zeitgenössischen Winkel: auf metaphorischer Ebene untersucht Takahashi den ewigen Konflikt zwischen Körper und Geist - Dualität unserer modernen Kultur. Als verbindendes Element fungiert die Musik. Auf der Suche nach seinem Körper in der Unterwelt stellt Orpheus die Kopf-Frage nach dessen Existenz: "Existiert mein Körper wirklich?" Der Gesang jedoch, nicht hinterfragend, körperlich und ätherisch zugleich, gibt dem Geist den Körper und die Bewegung zurück. |
11./12./13.4. 20h
Sachiyo Takahashi
Orpheus in the Dark
(Deutschlandpremiere)
Konzept: Sachiyo Takahashi, Konzeptentwicklung/ Musik/ Choreographie/ Video/ Bühnenbild: Rohal De Ridder, Sidney Fels, Christelle Fillod, Barbara Mavro Thalassitis, Sachiyo Takahashi, Kris Van Aert, Sven Van Kuijk und Michel Yang, Performance: Rohal De Ridder, Christelle Fillod, Barbara Mavro Thalassitis, Sachiyo Takahashi, Kris Van Aert und Michel Yang
Das Gastspiel von Sachiyo Takahashi wird im Rahmen des APAP - Advancing Performing Arts Project II unterstützt, das durch das Culture 2000 Framework Programme der europäischen Kommission gefördert wird. Produktion: UFAC - Unidentified Flying Art Company Antwerpen, Koproduktion: Armunia-Castiglioncello Italien, CCNB Rennes, Danças na Cidade Lissabon, Dans in Kortrijk, TanzWerkstatt Berlin, Szene Salzburg, Podewil Berlin

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Foto: Eduard Kudlis
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Dem Mythos der Unterwelt nähert sich Takahashi ganz pragmatisch: "Ungesehenes" geschieht auf der Bühne. Die Tänzer bewegen sich in einer interaktiven Rauminstallation, die Impulse aufnimmt, verändert und dem Publikum sichtbar macht. Die Tänzer wähnen sich im Dunkeln, "ungesehen", ihre Bewegungen jedoch werden mit Infrarot-Kameras aufgenommen und so für den Zuschauer sichtbar.
"Orpheus in the Dark" ist eine interaktive Live-Installation: Musiker und Vokalisten interagieren mit den Tänzern auf der Bühne, den Rhythmus gibt der junge belgische Schlagzeuger und Perkussionist Rohal De Ridder vor. Sachiyo Takahashi verwebt alle Impulse, die körperlichen, akustischen, visuellen und haptischen zu einem dichten Geflecht von Emotionen und Bildern. |
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Foto: Sachiyo Takahashi
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