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Die neue Arbeit von Thomas Lehmen (artist-in-residence 2001/2003) kreist um die Thematik "Systeme". Indem Lehmen unterschiedliche Systeme miteinander verflechtet, entwickelt er einen Diskurs, der nichts und niemanden ausschließt. In ersten Arbeitsphasen ließ sich der Choreograph von Personen aus Berufen aller Art (Feuerwehrmann, Tresenkraft, Bauingenieur, Lastkraftfahrer, Pförtner, Versicherungskaufmann, Diskobetreiber, Physiker, Flugzeugabfertiger, Mathematik- und Informatikstudentin) aus ihren Arbeitssystemen berichten. Die Trennung von Akteur, Zuschauer und Produktion wurde aufgehoben, in jeder Person vollzogen sich Präsentation, Rezeption und Mediation zugleich. Später wurde zwischen diesen Personen und Tänzern ein Austausch angeregt, dessen choreographische Ergebnisse nun zu sehen sind. Wie in vorangegangenen Arbeiten geht es Thomas Lehmen weniger um die Repräsentation eines fertigen Produktes als vielmehr um eine Beteiligung an Prozessen und somit um ein Überschreiten herkömmlicher Formen der Tanzperformance. 19h
Podewil

Uraufführung
Eintritt: 11/8 Euro

Konzept: Thomas Lehmen, Produktionsleitung: Sven-Thore Kramm, Assistenz: Cécile Buclin, Annette Fricker, Inge von Hehn, Beratung: Petra Roggel (Produktion), Katrin Schoof (Raum), Performer: Anke Eckardt, Vera Knolle, Felix Marchand, Irina Müller, Martin Nachbar, Marc Rees, Jochen Roller, Menschen aus Berufen aller Art: Dennis Berger, Knut Ernst, Ullrich Herzfeld, Arno Kölker, Bernd Saremba, Ronny Scharnke, Silvia Scharnke u.a., Koproduktion: Podewil / Tanzwerkstatt Berlin, Kaaitheater Brüssel, Vooruit Gent, Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Fotos: Katrin Schoof
www.thomaslehmen.de
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