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Diese Choreographie mit neun Frauen zeigt in einer brillanten Weise die Partitur der Blick-Regime, welche man als "tender-troubling" bezeichnen könnte. Als Reflexion darauf, wie wir Körper allein durch eine bestimmte Wahrnehmung derselben konstituieren, generiert diese Arbeit im Übergang befindliche Körper, welche nicht länger auf eine einzige Identität festgelegt werden können. Grundsätzlich besteht die Partitur in Wiederholung und einem einfachen Dispositiv aus Körpern, Accessoires, Kostümen, Bewegung und Berührung. Doch während Szenen der Intimität, Szenen der Berührung, Szenen der Liebe reproduziert werden und dauern, hat das Publikum an einem anderen "Spektakel" teil, welches die gewohnten physikalischen Grenzen neu konturiert. (Petra Sabisch)

Nach Abschluss ihrer klassischen Tanzausbildung an der Budapester Nationalen Tanzakademie lebte Eszter Salamon seit 1992 in Frankreich, wo sie mit Sidonie Rochon zusammenarbeitete.
Zwischen 1993 und 2000 arbeitete sie mit Mathilde Monnier am CCN Montpellier (Centre chorégraphique national de Montpellier Languedoc-Rousillon). Dort entstand mit Brenda Edwards im Rahmen von "Potlatch Dérives" (Festival Montpellier Danse 2000) das Duo "Où sont les femmes". Ebenso war sie beteiligt an der Erarbeitung von François Verrets "Bartleby". 2001 entstanden die Solostücke "What a Body You Have, Honey" sowie im Rahmen von "Le Vif du Sujet" für das Festival d’Avignon, gemeinsam mit Xavier Le Roy "Giszelle". 2002 präsentierte sie im CCN Montpellier in der Reihe "Hors Série" in Zusammenarbeit mit Herman Diephuis und Simone Verde eine Répétition publique d’un travail en cours (Öffentliche Probe einer Arbeit in Entstehung). Auf Einladung der Comédie von Clermont-Ferrand kreierte sie Ende 2002 "Woman Inc." mit 18 Frauen im Alter zwischen 7 bis 74 Jahren. 2004 ist Eszter Salamon artist-in-residence im Podewil Berlin.
Uraufführung

Konzept: Eszter Salamon, mit: Susanne Berggren, Lucia Glass, Vera Knolle, Antonija Livingstone, Arantxa Martinez, O.Candy, Lola Rubio, Isabelle Schad, Laurie Young, Kostüme: Antonia Baehr, Technische Leitung: Bruno Pocheron, Organisation: Alexandra Wellensiek

Eine Koproduktion von La Bâtie Festival de Genève, Les Spectacles Vivants - Centre Pompidou (Paris), Kaaitheater (Brüssel), Podewil und TanzWerkstatt Berlin. Mit Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds Berlin und von Le Kwatt. Dank an Tanzfabrik und Tal.
Foto: Katrin Schoof
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